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Bericht

13. HG von Skandal ueberschattet: Raetselhafte Schiggsenmutation

Der 13. HG 2001 wurde nicht durch das schlechte Wetter beeintraechtigt, stark bewoelkt, Temperaturen um die 10 Grad, jedoch ohne Regen und auch nicht dadurch, dass fuer uns ein schoener Schattenplatz reserviert war. Eine nachhaltige Praegung erfuhr er jedoch durch die raetselhafte Mutation der lokalen Schiggsen in Hersbrucker Eimer.

Doch alles der Reihe nach:

Die E-Mail Kommunikation war, wie ueblich, in den Wochen vor dem HG stetig angewachsen, nuetzliche und unnuetze Dinge wurden verbreitet, in letzter Hinsicht tat sich insbesondere der Chronist hervor.

HG 008 verstand es wieder einmal in unnachahmlicher Weise, seine Person ins Spiel zu bringen, indem er im Sinne einer hypertrophen Performance via E-Mail versuchte, den anderen Mitgliedern zu suggerieren, er werde zum HG nicht kommen koennen, was ihm natuerlich keiner glaubte und so war er denn am 04.06.01 wieder da, wenngleich nicht immer praesent.

An dieser Stelle kurz zu den Formalien:

HG 001 bis HG 008 waren vollstaendig versammelt. Paesse wurden jeweils mitgefuehrt und ordnungsgemaess gestempelt wie auch unterschrieben. Vorbildlich die Mitfuehrung des Passes durch HG 002 in einem durchsichtigen Plastikbrustbeutel. HG 001, dessen von ihm verlorener Pass von HG 008 gefunden worden war, erhielt seinen Pass gegen Entrichtung einer Strafgebuehr von 2 Massen zurueck.

Einwendungen gegen die Einhaltung der Formalien wurden nicht erhoben.

Der Gast Steve war trotz Einladung nicht erschienen, eine etwas eigenwillige Interpretation von "no rights, no responsibilities", zu der Steve uns noch einiges zu erzaehlen haben wird. Es sei jedoch nicht verhehlt, dass die unglueckliche Terminierung der Hochzeit von HG 006 wohl massgeblich zum Fernbleiben des Gastes beigetragen hat, der sich innerhalb kurzer Zeit eben nicht mehrfach von seiner Arbeitsstelle absentieren kann.

Die Anreise zum HG war nicht von Besonderheiten gepraegt, Abfahrt von der Wohnung des HG 003, SOTTMANN noch schlafend, Radfahrt nach Behringersdorf, dort Ausgabe des Bieres durch HG 007, dieses Jahr Jever Pils, danach Fussmarsch ab Reichenschwand.

HG 008 erfreute uns dieses Jahr erstmalig mit einem mundenden Schnaps (Schladerer Williams Christ), der allerdings nur in homoepatischen Dosen ausgegeben wurde, d.h. eigentlich nicht in Dosen, sondern in von HG 004 liebevoll mundgeblasenen und handziselisierten Schnapsglaeser, mit Gravierung von HG 001 bis HG 008. Eine herausragende Idee, die angeblich nicht von der Gattin des HG 004 beeinflusst wurde. Ob die Anregung von HG 004, naechstes Mal das Getraenk in Hersbrucker Eimern zu servieren, verwirklichbar ist, wird sich ggf. noch zeigen.

HG 006, dem Lob und Dank fuer die Neugestaltung der Website gebuehrt, keiner hatte ihm so was zugetraut, verteilte Stadtwurst mit Musik, angeblich von ihm selbst gemacht (Sponsor Lore war abwesend). Das Essen war wohlschmeckend und wurde allseits goutiert.

Umso raetselhafter die voellig unmotivierten Ausfaelle des HG 003, der seine Ansichten dazu verbreitete, dass bei flachbruestigen, vertrockneten Weibern allenfalls das jahrelange Auswechseln von Stomabeuteln zu finanziellen Vorteilen fuehren koenne. Vielleicht war dieser Akt verbaler Aggressivitaet eine vorweggenommene Reaktion auf die grauenhafte Schiggsenmutation, die allseits (zumindest ueberwiegend) Entsetzen und Verwirrung ausloeste.

Doch auch jetzt der Reihe nach:

HG 005 hatte, wie bereits ausgefuehrt, ein schoenes Schattenplaetzchen reserviert. Wir sassen da, froren, tranken Bier (HG 004 bei der ersten Mass wieder mit Abstand der schnellste) und waren frohgemut, sogar diejenigen, wie HG 002 und HG 004, die sich ihre Maegen mit rotem Lachsersatz zubetonierten oder sogar mit Bratwurstbroetchen, deren Inhalt nicht durch war (HG 004). Paesse wurden vorgelegt, gestempelt und unterschrieben.

Dann versuchte HG 005 seiner Aufgabe als Schiggsenbeschaffer (von wem dieser Eintrag in seinem Pass kommt, ist ungewiss, wahrscheinlich eine Eigenfaelschung) gerecht zu werden. Wenn sich das nicht bessert, wird man seine Funktion in "Besorger nicht wetterfester Schiggsen" umnennen muessen. Was er anschleppte, konnte durchwegs nur als Eimer bezeichnet werden, dies wurde allseits so empfunden, und die Entschuldigung des HG 005, die Auswahl sei wetter- und naturbedingt eingeschraenkt gewesen und einige Schiggsen seien richtige Highlights gewesen, jedenfalls keine Eimer, zeigt nur, welche Besorgnis erregende Geistesverfassung dieses Mitglied aufweist. Trotz angestrengten Bemuehens gelang es dem HG 005 nicht, seine Ergebnisse zu verbessern. Masse statt Klasse, eine in der heutigen Zeit nicht ungewoehnliche Erscheinung.

HG 001 bemuehte sich, die alten Sitten aufrecht zu erhalten, indem er ohne Ansehen der Person die Schiggsen stempelte, was das Zeug hielt, eine heroische Leistung, zu der unter den gegebenen Umstaenden nicht jeder faehig ist.

Aussergewoehnliches im uebrigen war nicht zu verzeichnen, alles war wie gewohnt, so schiffte HG 006 wieder unter den Tisch, sein Runzeliger wurde dabei fotografiert.

Erwaehnenwert noch der Besuch des juengsten Wachter-Enkels mit neuer Freundin (Nicht-Eimer).

Trotz des schlechten Wetters blieb man bis ca. 15 Uhr auf dem HG und erreichte dann dank gluecklicher Fuegung den gerade in Reichenschwand einfahrenden Zug mit einem Spurt. Leider musste aufgrund der angebrachten Eile HG 005 sein Fahrrad stehen lassen.

Dann diverse Biere bei HG 003 und anschliessend das obligatorische Fussballspiel, dieses Mal Vaeter gegen Nicht-Vaeter, das letztere trotz koerperlicher und spieltechnischer Ueberlegenheit nur gluecklich und aufgrund absolut mangelhafter Schiedsrichterleistung gewonnen. Augenfaellig die Bemuehungen des HG 001, oftmals aber nicht von Erfolg gekroent. Als humoristischer Faktor wirkte HG 005, der in seinem besoffenen Zustand Freund und Feind gleichermassen foulte.

Der anschliessende Besuch auf der Laufamholzer Kirchweih, zu der ein Stefan aus Hersbruck mit hochdeutsch sprechender Freundin und auch eine wohl dazugehoerige andere junge Dame mit schottischem Freund gekommen war, bewies wieder einmal, dass man woanders auch schon bessere Musik gehoert hat und dass das Bier aus der Stadtbrauerei Spalt vorzuziehen ist.

05.06.01 – doggder (HG 007)

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